Prof. Dr. Wierlacher
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Jahrbuch Deutsch als Fremdsprache
Wierlacher, Alois; Eggers, Dietrich; Ehlich, Konrad; Eichinger, Ludwig; Kelletat, Andreas F.; Krumm, Hans-Jürgen; Michel, Willi; Bohrer, Kurt-Friedrich (Dokumentation)

Erscheint 1x jährlich o ISSN 0342-6300
jeweils geb.; EUR 45,- · SFr 78,-

Titelseite - Jahrbuch Deutsch als Fremdsprache

Wichtigstes Ziel des Jahrbuchs ist es, die Lehr- und Forschungsgebiete (Fachkomponenten) Sprachwissenschaft, Literaturwissenschaft, Landeskunde, Xenologie und Kulturkomparatistik zu bearbeiten, sie durch kulturthematische, medienwissenschaftlicher und didaktischer Fragen integrativ miteinander zu verbinden und dem Leser mit Hilfe auch der Jahresbibliographien einen umfassenden Überblick über die aktuellen Entwicklungen des Faches Deutsch als Fremdsprache bzw. der Interkulturellen Germanistik im In- und Ausland zu bieten.

"Band-Bestellungen nimmt der Verlag per Email entgegen (infoiudicium.de). Beitrags-Angebote richten Sie bitte direkt an den Hauptherausgeber und Schriftleiter (wierlachert-online.de) oder an einen der Mitherausgeber. Das style sheet können Sie HIER herunterladen."


Der aktuelle Band

Inhalt von Band 30 (2004)

Stand: 15. September 2004

Vorwort: Alois Wierlacher: Das dreißigste Jahr

Allgemeiner Teil: Aspekte praxisbezogener Wissenschaftsforschung
Alois Wierlacher (Walldorf): Professionalität. Zur Diskussion eines Grundbegriffs und einer Grundbedingung interkultureller Germanistik
Regina Bendix (Göttingen): Kulturelle Varianten akademischer Auslese: Ethnographische Blicke auf Prozesse der Berufung diesseits und jenseits des Atlantiks
Andreas Kelletat (Mainz-Germersheim): Internationalisierung der Fachbereiche. Erfahrungen aus Finnland und Deutschland
Marie Hoock-Demarle (Paris): Die ‚Etudes germaniques en France'. Stand, Zustand und Ort in der Zeit der Europäisierung
Klaus von Schilling (Mainz-Germersheim): Landeskunde in der Übersetzer- und Dolmetscherausbildung - Lehrerfahrungen und Forschungsperspektiven
Dietrich Krusche (Condorcet): Englisch für Tiger. Ein Romanabschnitt

Thematischer Teil: Sprachenpolitik
Herausgegeben von Konrad Ehlich (München) /Hans Jürgen Krumm (Wien)

Es liegen vor:
Hans-Jürgen Krumm (Wien): Die Zukunft der deutschen Sprache nach der Erweiterung der Europäischen Union
Rachid Jai-Mansouri (Fes): Deutsch im Vergleich mit dem Arabischen oder: wie lernen Marokkaner Deutsch?

Forum

Paul Michael Lützeler (St. Louis): Multikulturelle Identität und Krieg der Kulturen: Die Schriftsteller und Europa
Karl Esselborn (München): Die Krise des europäischen Reisens und die neue Topographie der Welt. Reiseliteratur als zentraler Gegenstand interkultureller Literaturwissenschaft.
Thomas Bleicher (Mainz): Filmlesefähigkeit. Zur wechselseitigen Erhellung desLiteratur- und Filmverständnisses im Bereich Deutsch als Fremdsprache

Berichte

Eugene Faucher (Nancy): Emotionalität der Sprache. Einladung zur Partikelforschung
Rachid Mansouri (Fes): Modernisierung des Germanistikstudiums in Marokko
Roland Posner (Berlin): Die Semiotik auf dem Weg zu einer interkulturellen Disziplin: Der erste Semiotik-Kongress in Peking

Dokumentation (Jahresbibliographie wissenschaftlicher Neuerscheinungen)

Albrecht, Corinna: Kulturwissenschaftliche Xenologie
Wilke, Barbara: Landeskunde (Deutschlandkunde).
Esselborn, Karl: Literaturvermittlung
Eggers, Dietrich: Sprachvermittlung
Vochtel, Astrid: Weiterbildung

Rezensionen


Editorial

aus Anlass des 25. Geburtstags des
Jahrbuchs Deutsch als Fremdsprache
Band 25/1999

Vorbemerkung

Mit diesem Editorial will das Jahrbuch seine wissenschaftliche und wissenschaftskommunikative Position verdeutlichen und sich in Wahrung seiner Auslandsorientierung und der kulturwissenschaftlichen Wendung der Geisteswissenschaften, auf die der Thematische Teil des vorliegenden Bandes Bezug nimmt, zugleich von einigen Verengungen des Blickwinkels Abstand nehmen, die im binnenkulturellen Diskurs des Faches Deutsch als Fremdsprache in Deutschland zu beobachten sind.

1. Zur Weltoffenheit des Jahrbuchs

Absicht des Jahrbuchs, schrieb Alois Wierlacher vor 25 Jahren im Vorwort des ersten Bandes, das der vorliegende Band wieder abdruckt, sei, die jahrzehntelange Fragmentierung des Arbeitsbereichs Deutsch als Fremdsprache in der Bundesrepublik Deutschland zu überbrücken und zugleich den internationalen und sachlich umfassenden Horizont dieses Lehr- und Forschungsgebietes angemessen zu berücksichtigen. Dieser Zielsetzung folgend hat das Jahrbuch in den vergangenen 25 Jahren Beiträge von Wissenschaftlern aus vielen Ländern der Erde vorgelegt und seinen Problemhorizont ähnlich anschlussfähig gehalten wie seinen leitenden Kulturbegriff. Diese Weltoffenheit, an der sich die vorliegenden 25 Jahrbücher messen lassen dürfen, wird auch in Zukunft die Leitlinie des Jahrbuchs bleiben.

Das Jahrbuch hat die Vielfalt der Fachkonzeptionen in der globalen germanistischen Wissenschaft immer als Chance begrüßt und sich dementsprechend als ein Periodikum verstanden, das auch den weltweit unterschiedlichen Fachkontexten gebührende Aufmerksamkeit schenkt und sich im Interesse der Freiheit der Wissenschaft zugleich gegen Monopolisierungen singulärer Fachtheorien wendet, die andere Auffassungen dogmatisch zu behindern suchen. Es hat diesen Prinzipien folgend sowohl die germanistische Fremdsprachenphilologie der nichtdeutschsprachigen Länder als auch das Fach Deutsch als Fremdsprache in Deutschland als mehrdimensionales und interdisziplinäre Fächer zu fördern gesucht, deren Konturen sich in der wissenschaftlichen Konkurrenz und Herausbildung der besseren Lösungen schärfen und wandeln.

2. Zur konzeptionellen Vielfalt des Faches

Mit der Erweiterung seines Titels um den Zusatz Intercultural German Studies hat das Jahrbuch sowohl eine Richtungsentscheidung seiner eigenen Fragestellungen als auch eine fach- und wissenschaftstheoretische Positionierung zum Ausdruck gebracht, die in der Einleitung zum Thematischen Teil des vorliegenden Bandes näher expliziert wird. Mit dieser Positionierung hat das Jahrbuch zugleich das Ziel verfolgt, ein Gesprächsforum zwischen den Fachvertretern im deutschsprachigen Raum und den Fremdsprachengermanisten zu bieten und auf diese Weise einen Beitrag zur Überwindung eines Fachverständnisses zu leisten, das ausschließlich die Grundsprachengermanistik zum Maßstab ihrer fachkonzeptionellen Handels nimmt oder beide Teile in verschiedenen Linien über Gebühr auseinanderdividiert. So führt schon der erste Band des Jahrbuchs 1975 Beiträge zu Fragen des Zweitsprachenerwerbs im Kontext der Arbeitsmigration und solche fremdkultureller germanistischer Schwerpunktsetzungen zusammen. Entsprechendes gilt für die Loslösung von der Begrenzung des Fachhorizontes auf die beiden philologischen Fachkomponenten Sprach- und Literaturwissenschaft: im Jahrbuch haben von Anfang an Beiträge zu allen Fachkomponenten und zu den sie verbindenden Fragestellungen, also zu Neuentwicklungen wie der kulturwissenschaftlichen Xenologie oder zu Problemen der für das Fach wichtigen Nachbarfächer einschließlich der Kulturanthropologie, der Geschichte, der Philosophie und interkulturellen Wirtschaftskommunikation ihren Platz gefunden. Das soll auch künftig so bleiben.

Mit Beginn des 21. Jahrhunderts ist das akademische Fach Deutsch als Fremdsprache an vielen Hochschulen Deutschlands mit unterschiedlicher Zielsetzung und Konzeption etabliert; es trägt verschiedene Namen (u.a. Deutsch als Fremdsprache, Deutsch als Fremdsprachenphilologie, Interkulturelle Germanistik) und ist auf gleichfalls unterschiedliche Weise institutionalisiert. Es wird derzeit von germanistischen Literaturwissenschaftlern, von Linguisten oder von Fremdsprachendidaktikern vertreten.

Dezisionistische Voten gegen diese konzeptionelle und institutionelle Vielfalt sind in der Sicht des Jahrbuchs weder angebracht noch geboten. Konzeptualisierungen und Entstehungsgeschichten wissenschaftlicher Fächer waren immer schon von unterschiedlichen Zielen, Personen und Ausgangsannahmen bestimmt; unterschiedliche Blickwinkel, theoretische Begründungen und Praxisfelder gefährden die Entwicklung eines Faches weniger als dass sie es fördern und bereichern. Die skizzierte Divergenz sollte darum im Interesse des Faches und der Profilbildung der Universitäten verstärkt gefördert und bewahrt werden.

Der Göttinger Literaturwissenschaftler Albrecht Schöne hat im Anschluss an die Fortschreibung des Faches Deutsches als Fremdsprache und anlässlich seiner Eröffnungsrede zum Göttinger IVG-Kongress von 1985 zu einer interkulturellen Germanistik die Vielfalt der weltweiten Germanistik auf eine Weise bekräftigt, der wenig hinzuzufügen ist:

"Und anders als die Internationalität einer naturwissenschaftlichen Disziplin meint die der Germanistik doch, daß sie nicht allein in verschiedenen Ländern, sondern dort auch auf je verschiedene Weise betrieben wird. Selbst die theoretischen Prämissen, methodologischen Grundsätze und wissenschaftlichen Verfahrensregeln, auf die man sich allgemein verständigt hat, werden durch unterschiedliche Voraussetzungen, Erfahrungen und Interessen in Wahrheit wohl stärker modifiziert, als man wahrzunehmen geneigt ist; gar die Auswahl von Untersuchungsobjekten und das Vergleichsmaterial, wissenschaftliche Fragestellungen und Bewertungsmaßstäbe, Kanonbildungen und Rezeptionsprozesse erscheinen wesentlich mitbestimmt durch jeweils andersartige Ausgangskenntnisse und Grundeinstellungen, abweichende Bedürfnisse und Aufgaben, unterschiedliche muttersprachliche, geschichtliche und kulturelle Vorgaben, politische und soziale Verhältnisse. Damit wir aber viel voneinander lernen können im >Wechseltausch<, müßten wir die produktiven Kräfte eines solchen Perspektivenreichtums beleben, statt uns etwa durch untaugliche Uniformierungsversuche ärmer nur zu machen, als wir sind. Aus der Blickrichtung eines deutschen Germanisten gesprochen: wie er die Universitäts-Departments für deutsche Sprache, Literatur und Landeskunde in den nichtdeutschsprachigen Ländern nicht mehr als kulturelle Missionstationen oder Volkstumskonsulate versteht, kann er im eigenen Interesse unmöglich doch sich wünschen, daß man dort nur mit kleiner Flamme aufwärmte, was bei uns daheim vorgekocht wurde an mehr oder minder genießbaren Speisen""

Der Sicherung ausgangsbewusster Vielfalt der Forschungs- und Lehrinteressen dient auch die Aufmerksamkeit des Jahrbuchs auf die kulturpolitische Dimension aller Sprach - und Kulturvermittlung. Den Entscheidungen, welche Fächer an welchen Hochschulen eingerichtet werden und welche nicht, liegen immer auch wissenschafts- und kulturpolitische Annahmen zugrunde, die sich im Rahmen regionaler Einigungsprozesse nicht nur in Europa ihrerseits wandeln. In diesem Sinne sind die weltweite Germanistik im allgemeinen und der fremdsprachliche Deutschunterricht im besonderen in vielen Teilen der Erde kulturpolitisch geförderte Fächer. Gäbe es diese Förderungen nicht, bestünden die Fächer in diesen Erdteilen möglicherweise nicht mehr. Die Zusammenarbeit der Wissenschaft mit der auswärtigen Kulturpolitik ist deshalb unerlässlich; sie ist auch unverzichtbar, soll die sprachen- und kulturpolitische Dimension des Faches nicht ein blinder Fleck in seiner Selbstreflexion bleiben.

3. Für eine tolerante Wissenschaftskommunikation

Wir verbinden dieses editorische Plädoyer mit der Erinnerung daran, dass im ureigenen Interesse der scientific community insbesondere in den kulturwissenschaftlichen Disziplinen eine interkulturell tragfähige Streitkultur zu entwickeln ist, die 'von Toleranz ebenso wie von Prinzipienfestigkeit in Grundfragen geprägt ist' (Sarcinelli). Erst diese Rahmenbedingung eröffnet uns die Möglichkeit einer produktiven Wissenschaftskommunikation über disziplinäre und kulturelle Grenzen hinweg, weil sie uns erst dem grundsätzlichen Ziel näherkommen lässt, das der Soziologie Joachim Matthes einmal in die appellativen Worte fasste, es sei eine leitende Aufgabe der Wissenschaft am Beginn des 21. Jahrhunderts, 'die Sensibilität für andere Konzeptualisierungen von Mensch und Welt als die, die in unsere eigene Wissenschaft kulturell immer schon eingelassen sind, ständig zu schärfen und dies dann auch in die Praxis der Forschung umzusetzen'.

4. Für eine kulturwissenschaftliche, interdisziplinäre und interkulturell orientierte Öffnung der unterschiedlichen Fachkonzeptionen

In diesem kategorialen Zusammenhang stellt die Einführung in den Thematischen Teil des vorliegenden Bandes die Reduktion des Faches auf Sprach- und Literaturwissenschaft in Frage. Diese Reduktion ist schon im Eröffnungsband des Jahrbuchs, also vor 25 Jahren, von seinem Initiator und Hauptherausgeber (Überlegungen zur Begründung eines Ausbildungsfachs Deutsch als Fremdsprache) sowie von den Beiträgern Pierre Bertaux (Germanistik und 'germanisme') und Hermann Bausinger (Zur Problematik des Kulturbegriffs) als unsachgemäß zurückgewiesen worden. Die durch den Ausdruck 'Deutsch als Fremdsprache' immer wieder nahegelegte Verengung des fachlichen Problemhorizonts auf den 'Deutschunterricht für Ausländer' erscheint in diesem Zusammenhang besonders problematisch. Sie lässt sich kaum mit dem Verweis auf das Argument der Anwendung legitimieren; sie ist einer wissenschaftsfernen Nostalgie und einem obsolet gewordenen Exportdenken verpflichtet und endet womöglich in einer nur noch praktischen Konzentration auf die Unterrichtstechnik, während die Folgen der Internationalisierung unserer Kontakte und der Globalisierung der Märkte für die Inhaltsplanung des Auslandsstudiums im allgemeinen und auch der germanistischen Fächer im besonderen immer deutlicher werden. Die kulturwissenschaftlichen Erweiterungskomponenten: Landeskunde, Xenologie und Kulturkomparatistik erweisen sich aller Abwehrkritik enger Fachauffassungen zum Trotz immer mehr als essentielle Aufgaben des Faches in Lehre und Forschung. Zu den Nachbardisziplinen, mit denen bei der Bewältigung der neuen Komplexität und der analytischen Konstitution der leitenden Blickwinkel zusammengearbeitet werden könnte, gehört außer der interkulturellen Philosophie, der Soziologie des Kulturvergleichs und der interkulturellen Pädagogik auch die Geschichtswissenschaft; in ihr ist das Wissen um die Standortgebundenheit und ihre Konsequenzen für die Erkenntnismöglichkeit ihrer Gegenstände längst ein erkenntnistheoretisches Konstituens.

5. Für die Stärkung der Zukunftsfähigkeit des Faches

Im Interesse des weltoffenen Horizonts des Faches und seiner Zukunftsfähigkeit hat sich das Jahrbuch in den vergangenen 25 Jahren auch großen Zeitfragen geöffnet, um mit seinen wenngleich begrenzten Möglichkeiten wenigstens ansatzweise zu Fragen vorzudringen, die wir alle gemeinsam haben; verwiesen sei nur auf die Palette der fachkomponentenübergreifenden Themenschwerpunkte des Jahrbuchs wie Grenzerfahrungen, Gedächtnis, Fremdheitsforschung, Wissenschaftliche Weiterbildung, Übersetzen und Dolmetschen, Rhetorik, Grammatik, Varietäten des Deutschen, Medientheorie und Toleranzkultur. Die großen Welt-Probleme tun uns kaum mehr den Gefallen, sich disziplinär zu definieren, sondern siedeln sich in eben den Bereichen an, die im Niemandsland zwischen den Disziplinen und Kulturen liegen. Um seiner Zukunft willen wird deshalb auch das Fach Deutsch als Fremdsprache in allen seinen Formen gut beraten sein, häufiger als bislang die enge Begrenzung af die eigene Disziplin außer acht zu lassen und sich an den transdiziplinären Problemen zu orientieren, i.e. an der Diskussion fächerübergreifender Fragen bemerkbar mitzuwirken, an Problemstellungen etwa der Anthropologie, der Neuorientierung unserer Bildungsziele, der Wissens- und Wissenschaftstheorie, der Funktion der natürlichen Sprachen in einer sich globalisierenden Wirtschaft, der Schnittstellenforschung zwischen Kultur- und Naturwissenschaften, der Interdependenz von Identität, Alterität und Fremdheit, der Theorie der Interkulturalität, der Medienkulturwissenschaft und der interkulturellen Wirtschaftskommunikation, um nur einige Aufgabenfelder zu nennen.

Die Herausgeber


Die in den Verlagen Julius Groos und Max Hueber erschienenen Bände 6-13 sind nur über den iudicium verlag zu beziehen. Die Bände 1-5 und 14-16 sind vergriffen.

  • 6/1980: 3-87276-233-8 · 300 S. (Vergleichen und Verstehen. Lehr- und Forschungsaufgaben einer transnationalen Landeskunde. Hg. von Robert Picht)
  • 7/1981: 3-87276-249-4 · 343 S. (Medientheorie und Medienpraxis in Sprachlehr- und Lernprozessen. Hg. von Dietrich Eggers)
  • 8/1982: 3-19-001388-8 · 337 S. (Kulturverstehen und Spiel. Hg. von Alois Wierlacher)
  • 9/1983: 3-19-001389-6 · 318 S. (Fremdsprachenpraxis und Sprachvergleich. Hg. v. Ulrich Engel)
  • 10/1984: 3-19-001390-X · 333 S. (Deutsch in der Dritten Welt. Hg. von Robert Picht)
  • 11/1985: 3-19-001433-7 · 357 S. (Literaturforschung als Fremdheitsforschung. Hg. v. A. Wierlacher)
  • 12/1986: 3-19-001434-5 · 356 S. (Fachsprache und Fachsprachenvermittlung. Hg. v. D. Eggers)
  • 13/1987: 3-19-001435-3 · 437 S. (Erkenntnisgewinn von den Rändern her: Perspektiven und Bedingungen der Literaturwissenschaft des Faches Deutsch als Fremdsprache. Hg. von Dietrich Krusche und Alois Wierlacher)
  • 17/1991: 3-89129-153-1 · 496 S. (Gedächtnis. Hg. von Dietrich Krusche)
  • 18/1992: 3-89129-154-X · 634 S. (Rhetorische Kommunikation und Deutsch als Fremdsprache. Hg. von Dietrich Eggers)
  • 19/1993: 3-89129-155-8 · 512 S. (Grenzen und Grenzerfahrungen. Hg. von Alois Wierlacher)
  • 20/1994: 3-89129-156-6 · 426 S. (Toleranzkultur. Zu einer Grundaufgabe internationaler Kulturarbeit in der modernen Zivilgesellschaft. Hg. von Alois Wierlacher)
  • 21/1995: 3-89129-157-4 · 574 S. (Entwicklungslinien in der Linguistik - für Deutsch als Fremdsprache. Hg. von Angelika Redder und Ulrich Engel)
  • 22/1996: 3-89129-158-2 · 460 S. (Wissenschaftliche Weiterbildung im internationalen Studienbereich Deutsch als Fremdsprache (Interkulturelle Germanistik). Hg. von Alois Wierlacher)
  • 23/1997: 3-89129-159-0 · 515 S. (Welches Deutsch lehren wir? Hg. von Hans-Jürgen Krumm)
  • 24/1998: 3-89129-160-4 · 591 S. (Übersetzen und Dolmetschen. Hg. von Andreas F. Kelletat)
  • 25/1999: 3-89129-161-2 · 611 S. mit Übersicht über die 25 Bände des Jahrbuchs Deutsch als Fremdsprache von 1975-1999 (Cultural Studies, disziplinäre und interdisziplinäre Kulturwissenschaft)
  • 26/2000: 3-89129-162-0 · 624 S. (I. Sprachwissenschaftliche Einführungen. Von Ulrich Engel u. Meike Meliß. / II. Zur Theoriebildung und Philosophie des Interkulturellen. Hg. von Andreas Cesana u. Dietrich Eggers)
  • 27/2001: 3-89129-163-9 · 648 S. (Wissenschaftskommunikation. Hg. von Konrad Ehlich)
  • 28/2002: 3-89129-164-7 · 562 S. (Übertragungen zwischen den Disziplinen und den Theoriekulturen. Hg. von Willy Michel)

13.08.2015